Was kostet ein Online-Shop erstellen lassen? (2026)
Von 2.000 € bis 50.000 €+: Was ein professioneller Online-Shop wirklich kostet, welche Plattform wann sinnvoll ist und wo die versteckten Kosten lauern.

Was kostet ein Online-Shop erstellen lassen?
Ein professioneller Online-Shop kostet je nach Umfang zwischen 2.000 € und 50.000 € in der Erstellung. Standard-Template-Shops mit Shopify oder WooCommerce liegen typischerweise bei 2.000–8.000 €, individuell gestaltete Shops mit Custom Design bei 8.000–25.000 €, Enterprise-Lösungen mit Shopware Plus oder Custom-Entwicklung bei 25.000–80.000 € und mehr. Hinzu kommen laufende Kosten von 100–500 € pro Monat.

TL;DR
- Standard-Shop (Template): 2.000–8.000 € einmalig
- Custom-Design-Shop: 8.000–25.000 € einmalig
- Enterprise/komplexe Shops: 25.000–80.000 € und mehr
- Laufende Kosten: 100–500 €/Monat (Hosting, Abo, Plugins)
- Shopify dominiert in Deutschland mit rund 27 % Marktanteil (Statista 2025)
Letzte Aktualisierung: 2026-06-12 | Lesezeit: 8 Min
Wovon hängt der Preis eines Online-Shops ab?
Keine andere Frage im Webdesign hat so viele Variablen wie diese. Der Preis für einen Online-Shop bestimmt sich aus vier wesentlichen Faktoren:
1. Plattform-Wahl: Shopify, WooCommerce, Shopware oder Custom-Entwicklung — die Plattform ist die größte Preisvariable.
2. Design-Aufwand: Template mit angepassten Farben und Logo kostet 2–4 Tage Arbeit. Ein vollständig individuell entworfenes Design bindet 3–6 Wochen.
3. Funktionsumfang: Varianten, Filter, Mehrsprachen, Abo-Produkte, B2B-Preislisten, ERP-Anbindung — jede Sonderfunktion addiert Entwicklungszeit.
4. Produktanzahl und Datenmigration: Ein Shop mit 50 Produkten ist in drei Tagen migriert. 3.000 Produkte mit Varianten, Bildern und Kategorien brauchen Wochen oder einen automatisierten Prozess.
Preistabelle: Was ein Online-Shop je nach Typ kostet
| Shop-Typ | Preisspanne (einmalig) | Typische Plattform | Für wen geeignet |
|---|---|---|---|
| Template-Shop | 2.000–5.000 € | Shopify, WooCommerce | Einsteiger, <100 Produkte |
| Semi-Custom | 5.000–12.000 € | Shopify, WooCommerce | Wachsendes Sortiment, individuelle Prozesse |
| Custom-Design | 12.000–25.000 € | Shopify, Shopware | Markenorientierte Händler, hoher AOV |
| Enterprise | 25.000–80.000 € | Shopware, Custom | Multi-Channel, ERP, komplexes B2B |
Diese Spannen spiegeln den DACH-Markt 2026 wider und setzen Arbeit einer Agentur oder eines Freelancers voraus. DIY via Shopify-Builder liegt darunter — dafür investieren Sie statt Geld Ihre eigene Zeit.
Plattform-Vergleich: Shopify, WooCommerce oder Shopware?
Die drei größten Plattformen im DACH-E-Commerce unterscheiden sich fundamental in Kosten, Flexibilität und Aufwand.
Shopify
Shopify ist der einfachste Einstieg. Das gehostete System braucht keine eigene Server-Infrastruktur, Updates laufen automatisch, und das Ökosystem mit tausenden Apps deckt fast jeden Use Case ab.
Laufende Kosten Shopify (monatlich):
- Basic: 25 €/Monat (0,5 % Transaktionsgebühr bei Shopify Payments)
- Shopify: 65 €/Monat (0,4 % Transaktionsgebühr)
- Advanced: 399 €/Monat (0,3 % Transaktionsgebühr)
- Plus: ab 2.000 $/Monat (Enterprise)
Dazu kommen Apps: ein durchschnittlicher Shopify-Shop hat 6–12 installierte Apps zu je 10–50 €/Monat. Realistische Gesamtkosten im laufenden Betrieb: 150–600 €/Monat.
Geeignet für: Direktvertrieb, physische Produkte, schnelles Go-Live.
Nicht geeignet für: Komplexe B2B-Preisstrukturen, starke ERP-Integration auf Schnittstellen-Ebene.
WooCommerce
WooCommerce ist ein WordPress-Plugin — technisch kostenlos, in der Praxis aber wartungsintensiver als Shopify. Es läuft auf Ihrem eigenen Hosting und gibt Ihnen maximale Kontrolle.
Kosten WooCommerce:
- Hosting: 20–80 €/Monat (je nach Traffic und Skalierung)
- Plugins: 300–1.200 €/Jahr für professionelle Erweiterungen
- Wartung & Updates: 50–150 €/Monat oder Eigenleistung
Geeignet für: Content-intensive Shops, enge WordPress-Integration, Flexibilität.
Achtung: WooCommerce-Shops erfordern regelmäßige Plugin-Updates. Veraltete Plugins sind der häufigste Einfallspunkt für Sicherheitsprobleme bei WordPress-Seiten.
Shopware
Shopware ist die stärkste Option für komplexe DACH-Händler. Es bietet native B2B-Funktionen, starke Headless-Fähigkeiten und ist in Deutschland entwickelt — was DSGVO-Konformität und deutschsprachigen Support betrifft.
Shopware Community: kostenlos, aber technisch anspruchsvoll in Betrieb und Hosting.
Shopware Rise/Evolve/Beyond: ab 600 €/Monat (SaaS-Tier), für mittlere bis große Händler.
Geeignet für: B2B-Händler, komplexes Sortiment, Multi-Channel, Marktplatz-Integration.
Versteckte Kosten: Was im Angebot oft fehlt
Ein häufiges Problem beim Vergleich von Agenturer-Angeboten: Was auf dem Papier gleich klingt, liefert sehr Unterschiedliches.
Was oft nicht im Erstangebot enthalten ist:
- Produktdaten-Import: Wenn Ihre Produkte aus Excel, einem alten Shop oder einem ERP migriert werden müssen, sind das 500–3.000 € Zusatzaufwand — je nach Anzahl und Komplexität.
- Professionelle Produktfotos: Kein Design rettet schlechte Produktbilder. Professionelle E-Commerce-Fotografie kostet 500–2.500 € pro Shoot.
- SEO-Grundoptimierung: Technisches SEO, Metadaten, URL-Struktur — das muss beim Launch stimmen, nicht nachträglich. Wenn das Angebot kein SEO-Paket enthält, fragen Sie gezielt nach.
- Payment-Einrichtung: Stripe, PayPal, Klarna, Sofortüberweisung — jede Zahlungsart braucht ein Konto, Verifizierung und Konfiguration. Das ist kein Aufwand, aber es braucht Vorlaufzeit.
- Barrierefreiheit (BFSG): Ab 28. Juni 2025 gelten für viele B2C-Online-Shops neue gesetzliche Anforderungen nach dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Das kostet in der Umsetzung 2.000–8.000 € nachträglich — oder nichts, wenn es von Anfang an eingeplant ist.
Wann lohnt sich eine Agentur statt DIY?
Shopify macht es Ihnen leicht, einen Shop selbst aufzusetzen. Für einige Fälle ist das die richtige Entscheidung. Für andere nicht.
DIY ist sinnvoll, wenn:
- Sie ein kleines Sortiment mit unter 30 Produkten haben
- Der Shop ein Nebenprojekt ist und keine signifikanten Umsätze erwartet werden
- Sie Zeit haben und bereit sind, sich in das System einzuarbeiten (Realistischer Aufwand: 40–80 Stunden für einen soliden Basis-Shop)
Agentur ist sinnvoll, wenn:
- Der Shop Ihr Hauptvertriebskanal sein soll
- Schnittstellen zu ERP, Buchhaltungssoftware oder Marktplätzen gebraucht werden
- Individuelle Produkte, Konfiguratoren oder komplexe Varianten abgebildet werden müssen
- Sie beim Launch direkt eine starke Conversion-Rate brauchen — nicht nach drei Monaten Optimierung
Eine professionell umgesetzte Shop-Seite konvertiert je nach Branche zwischen 2–5 % der Besucher. Ein durchschnittlicher DIY-Template-Shop liegt bei 0,8–1,5 %. Bei 500 Besuchern pro Monat und einem Warenkorbwert von 80 € bedeutet das den Unterschied zwischen 400 € und 1.600 € Monatsumsatz — allein durch das Design und die Struktur.
Wie lange dauert es, einen Online-Shop erstellen zu lassen?
Standard-Template-Shop (Shopify, WooCommerce): 3–6 Wochen Semi-Custom Shop: 6–10 Wochen Custom-Design Shop: 10–16 Wochen Enterprise (mit ERP, B2B, Shopware): 16–26 Wochen
Was die meisten Projekte verzögert: der Content. Produktbeschreibungen, Bilder, rechtliche Texte, AGBs — das liegt beim Auftraggeber. Agenturen warten oft wochenlang auf Inhalte, die der Kunde liefern muss. Wer das von Anfang an vorbereitet, verkürzt die Projektdauer erheblich.
Laufende Kosten im Überblick
Der Shop ist online — was fällt monatlich an?
| Kostenblock | Shopify Basic | WooCommerce | Shopware Rise |
|---|---|---|---|
| Plattform/Hosting | 25 €/M | 20–60 €/M | 600 €/M |
| Apps/Plugins | 50–200 €/M | 30–100 €/M | 50–150 €/M |
| Zahlungsgebühren | 0,5 % + 0,25 €/T | variabel | variabel |
| Wartung/Updates | 0 (inkl.) | 50–150 €/M | 0 (inkl. SaaS) |
| Gesamtrichtung | 150–350 €/M | 150–400 €/M | 700–900 €/M |
Transaktionsgebühren sind ein eigenes Thema. Bei einem Monatsumsatz von 10.000 € und 0,5 % Shopify-Transaktionsgebühr sind das 50 €/Monat zusätzlich — oder wechseln Sie zu Shopify Payments und zahlen nur die Interchange-Gebühren der Kreditkarte.
Häufige Fragen
Kann ich meinen Online-Shop nachträglich auf Custom-Design umstellen?
Ja, das ist möglich. In der Praxis bedeutet ein "Theme-Wechsel" bei Shopify oder WooCommerce aber oft mehr Arbeit als ein Neubau, weil Anpassungen und Workarounds aus dem alten Theme mitgeschleppt werden. Besser: von Anfang an in ein sauberes Design investieren.
Shopify oder WooCommerce — was empfehlen Sie für einen Einsteiger?
Für die meisten KMU im Jahr 2026 ist Shopify der einfachere Einstieg. Keine Server-Verwaltung, automatische Updates, stabiler Support. WooCommerce lohnt sich, wenn Sie bereits WordPress nutzen und eine enge Verbindung zu Ihrer Haupt-Website brauchen.
Was kostet es, einen bestehenden Shop zu migrieren?
Eine Migration von Shopware zu Shopify (oder umgekehrt) kostet je nach Produktanzahl und Datenkomplexität 1.500–6.000 €. Produktdaten, Kundendaten, SEO-URLs, Weiterleitungen — alles muss sauber übernommen werden, sonst verlieren Sie Suchmaschinen-Rankings.
Gibt es einen Richtwert für das Verhältnis Invest zu erwartetem Umsatz?
Eine grobe Orientierung: Investieren Sie nicht mehr als 10–15 % des erwarteten ersten Jahresumsatzes in die Shop-Erstellung. Wer im ersten Jahr 50.000 € Umsatz plant, sollte 5.000–7.500 € für die Erstellung einkalkulieren. Wer 300.000 € plant, kann 25.000–40.000 € rechtfertigen.
Ein professionell gebauter Online-Shop ist eine der direktesten Möglichkeiten, digitalen Vertrieb aufzubauen. Die Frage ist nicht ob, sondern welche Plattform für Ihr Geschäftsmodell passt — und wie viel Individualität Sie wirklich brauchen.
Wenn Sie konkrete Zahlen für Ihr Projekt brauchen, sprechen wir gerne über Ihr Sortiment, Ihre Zielgruppe und Ihren Zeitplan. Zu unseren Leistungen.
Velmoy · Berlin
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